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Gay geschichten vater

Das Familienbild wandelt sich. Auch, wenn die Politik mitunter nur träge auf die verschiedenen Lebensrealitäten der Menschen reagiert: Mutter, Vater, Kind ist zwar die häufigste Lebensform in Deutschland (und wird es auch bleiben). Alternative Modelle finden aber endlich auch rechtlich immer häufiger Rückhalt.

Gerade ist der erste umfassende Ratgeber für Regenbogenfamilien erschienen. Vorrangig geht es um Homosexuelle in „Das Regenbogenväterbuch – Ratgeber für schwule Papas (und alle, die es werden wollen)“. In Porträts, Erfahrungsberichten, aber auch in einem Kapitel zu Rechtsfragen erklären Alexander Schug, Sören Kittel, Uli Heissig und Gianni Bettucci, was es heißt, die klassischen Familienmotive zu durchbrechen.

Im Buch kommen Trans*-Väter zu Wort, es geht um schwere Kämpfe, die ausbrechen, weil sich Lesben und Schwule für gemeinsame Kinder entschieden haben – sich aber vorher nicht ausreichend absicherten. Es geht um Wege zum Kind, aber auch Irrwege. Denn abgesehen davon, dass schwule Paare eben nicht einfach so schwanger werden können, stehen sie oft auch unter einem ganz anderem Druck, begegnen ganz anderen Herausforderungen.

Wir haben mit dem Autoren Sören Kittel über das Buch gesprochen. Der 41-Jährige lebt in Berlin, arbeitet als Journalist – und ist Vater einer vierjährigen Tochter.

tipBerlin Sie haben mit anderen den ersten Ratgeber über Regenbogenväter geschrieben. Sie haben selbst eine Tochter – waren Sie unzufrieden mit der Datenlage oder wie kam das?

Sören Kittel Vor ein paar Jahren war ich schon einmal dabei, mit zwei Frauen ein Kind zu zeugen. Die Planungen waren recht fortgeschritten. Wir saßen im Regenbogen-Familienzentrum damals, wo es jeden ersten Montag im Monat ein Treffen für Menschen gibt, die eine solche Familie gründen wollen. Dort fragte ich, ob es eine Art Handbuch gibt. Die Antwort war nein. Was unglücklich war, denn im Prinzip wurden jedes Mal die gleichen Fragen gestellt – weshalb meine Damen und ich gar nicht mehr dorthin gingen.

tipBerlin Auf was für Menschen trafen und treffen Sie dort?

Sören Kittel Ganz unterschiedlich. Verschiedene Geschlechter, verschiedene Vorstellungen. Da waren auch mal zwei Rechtsanwälte, die dachten, es würde irgendeine Drogenkranke geben, die ihr Kind schon abgeben wollte. Aber es gab auch uns, die zwei Frauen und mich – wobei es in der Konstellation nicht geklappt für mich. Dafür habe ich dort wiederum zwei Frauen kennengelernt, die letztlich die Mütter meiner Tochter wurden. Ich wurde dann auch Teil einer sich damals neu gegründeten Gruppe, „The Rainbow Daddys“, die sich zu viert oder fünft in einer Kneipe trafen anfangs – und inzwischen rund 70 Leute umfassen.

tipBerlin Und aus dieser Gruppe heraus entstand die Idee für das Buch?

Sören Kittel Ja, eine der Väter hat einen eigenen Verlag und vorgeschlagen, unsere Erfahrungen zu sammeln. Was nun mit etwas Verzögerung Realität geworden.

tipBerlin Im Buch heißt es, Regenbogenfamilien hätten wenige Traditionen und Vorbilder, die der Orientierung dienen. Wie geht man es an, wie einigt man sich und findet solche „Leitlinien“.

Sören Kittel Eine schwierige Frage, da das Spektrum ohnehin wahnsinnig weit ist. Wir haben einen Vater, der hat die Frau online kennengelernt, als sie schwanger war. Der leibliche Vater hatte kein Interesse, sie suchte einen Schwulen online – der jetzt auch eingetragener Vater ist, nachdem sie sich sofort hervorragend verstanden. Wir haben einen, der mit seiner Mitbewohnerin geschlafen hat, obwohl er sich als schwul definiert. Wir haben ein schwul-lesbisches Quartett, das zusammen Kinder bekam. Da Grundregeln abzuleiten, ist schwierig, weil erst einmal nichts falsch ist.

Sören Kittel Ist es aber nicht. Denn oft merken die werdenden Väter dann auch, dass das doch alles eine Herausforderung ist – und man sich nicht mehr einfach aus der Verantwortung stehlen kann. Das muss klar sein vorab: Einmal die Woche reicht vielleicht dem Vater. Dem Kind aber nicht.

tipBerlin Was muss man für sich selbst klären, mit sich selbst im Reinen sein, bevor die Entscheidung für ein Kind gefällt wird?

Sören Kittel Aus meiner eigenen Erfahrung: Die rechtliche Ausgangslage muss klar sein. Mir wurde früher gesagt: Das findet sich alles, wenn das Kind da ist. Nein, tut es eben nicht. Es gibt diese Geschichten, sie sind aber nicht die Regel. Und sobald es zu Konflikten kommt – was immer wieder geschieht – ist es unglaublich wichtig, dass gewisse Dinge klar definiert wurden. Das Leben verändert sich. Und wir haben es oft genug erlebt, dass die Mutter oder Mütter, genauso wie auch schon Vater oder Väter, nach der Geburt auf Distanz gingen. Das ist nicht fair. Deshalb raten wir zu einer präzisen, auch schriftlichen Absprache – damit man auch rechtlich Handhabe hat. Zumal Kinder manipulierbar sind. Da kann man tatsächlich nicht zu klein denken: Wer macht was, wie werden Wochenenden/Feiertage aufgeteilt, auch im Fall eines Streits der Eltern. Dann natürlich und ganz besonders auch das Finanzielle. Wer zahlt was? Von Unterhalt bis Nachhilfe. Ein solches Dokument ist nicht rechtlich bindend vor dem Familiengericht, aber der Richter bezieht es in seine Abwägung mit ein.

tipBerlin Zumal die Konstellationen sicher fragiler sind – wenn sich bei zwei Paaren eins trennt, wenn neue Partner*innen das Feld betreten.

Sören Kittel Absolut. Wir hatten bei den Rainbow Daddys den Fall, da hat die Frau, die sich als hetero definierte, sich in eine Frau verliebt hat, die wiederum nicht mit dem Vater klarkommt – der zum Glück Sorgerecht hat. Ein Freund von mir zum Beispiel ist Vater geworden. Erst während der Schwangerschaft kam raus, dass sein Freund wiederum gar keine Lust auf das Kind hat. Und es drei Jahre lang nicht gesehen hat. Da macht man sich kein Vorstellung, was alles passieren kann.

tipBerlin Welche Möglichkeiten hat man denn, was ist die häufigste Variante?

Sören Kittel Ich habe da keine Statistik und weiß es auch nicht genau. Man geht von 7.000 Kindern in Regenbogenfamilien aus. Aber wegen der Erfahrung des dritten Reiches wird in Deutschland die Sexualität von Menschen nicht amtlich erfasst. Etwa 90 Prozent dieser Kinder leben mit ihren beiden Müttern, was noch nichts über die Position der Väter aussagt. Generell ist in unserer Gruppe die Kombination, in der Schwule und Lesben zusammen Kinder zeugen, sicher die häufigste.

Dann können Pflegekinder aufgenommen werden – dabei werden Homosexuelle in Berlin sogar bevorzugt, da die Behörden derart gute Erfahrungen gemacht haben. Inzwischen ist auch Adoption möglich. Leihmutterschaft ist verboten, auch wenn es vorkommt. Ich bin auch kein Fan davon, weil es viel Ausbeutung, viel finanzielle Abhängigkeit und deren Ausnutzung gibt. Und dann gibt es auch die Väter, die sich erst später ihrer Frau geöffnet haben.

tipBerlin Sie sind ausdrücklich nicht politisch in dem Buch. Trotzdem die Frage: Ist die Rechtslage für Regenbogenfamilien ausreichend?

Sören Kittel Nein. Das System ist auf Hetero-Eltern ausgerichtet und damit muss man umgehen. In den Niederlanden wird bereits die Mehrelternschaft diskutiert, das ist hier noch kein Thema. Dann das Adoptionsrecht zum Beispiel. Es kommt aus einer Zeit, in der Kinder wegen des Krieges Waisenkinder waren – das hat mit der heutigen Lebenswirklichkeit wenig zu tun. Das bedarf einer Reform.

So, wie die Mittel jetzt da sind, kann man sich aber als Regenbogenvater einbringen. Etwa mit einer Umgangsvereinbarung – wenn eine gewisse Regelmäßigkeit stattgefunden hat, kann man sich auch vor dem Gericht darauf beziehen. Das Leibliche-Väter-Gesetz ist diskriminierend für Regenbogenväter, da es uns auf Samenspender reduziert wollen. Solche Fälle haben wir auch – ich kenne zwei Mütter, die den Vater schnell darauf reduzierten und auch nur so von ihm sprechen. Was für ihn enorm schwer ist.

tipBerlin Für Trans*-Personen ist die Situation sicher noch einmal deutlich komplexer.

Sören Kittel Absolut. Ich habe im Buch über einen Vater geschrieben, der trans* ist und schwanger wurde. Er hatte in Berlin eine Hebamme gefunden, der ihn als Mann und Vater angesprochen hat, auch während der Geburt sollte dies der Fall sein. Dann kam das Kind in Mecklenburg zur Welt, wo er gerade in Urlaub war. Dann war dort ein Arzt, der ihn nicht als Vater anerkannte – weil er das Kind zur Welt gebracht hatte. Das ist komplex und hat für ihn, der ohnehin viel daran arbeiten musste, anzukommen, tiefe psychische Spuren hinterlassen.

tipBerlin Schwule, das steht auch im Buch, gelten oft als wenig monogam, als hedonistisch, als partyfreudig. Wie wird es wahrgenommen, wenn plötzlich Kinderwünsche auftauchen?

Sören Kittel Auch hier gilt, es gibt nicht den einen Schwulen und alle anderen sind genauso. Aber darüber sprechen wir in unserer Gruppe auch oft – die ja auch ein bisschen eine Dating-Plattform ist, zumal die Kinderfreundlichkeit hier schon vorausgesetzt ist. Aber natürlich gibt es auch die Lebensentwürfe, in denen der Vater weiter ausgeht und trotzdem die Zeit für die Kinder findet. Oder das Gegenteil – das jemand, der viel und exzessiv feierte, plötzlich völlig selbstverständlich zuhause bleibt. Wir haben sogar eine Familie, die sich im Berghain kennengelernt hat und nun zur Ruhe gekommen ist.  Das muss jeder selbst entscheiden. Das Dating als Gay-Dad ist aber tatsächlich nicht so leicht. Wobei sich das kaum unterscheidet davon, wenn alleinerziehende Mütter daten.

Sören Kittel Sicher ist die Stadt in der Hinsicht recht weit, aber lange nicht am Ziel. Die Probleme zeigen sich manchmal im Detail. So wurde ein lesbisches Paar mit Kindern bei einem Schwimmbad der Berliner Bäder nicht als Familie anerkannt – da entscheidet eine Person an der Kasse also, dass du nicht gleichwertig bist mit der stereotypen Heterofamilie. Solche Situationen sind schmerzhaft. Der Fall wurde weitergetragen bis in die Führungsebene. Am Ende bekamen auch sie ihre Familienkarte.

sex mit vater von freundin?

Hey Leute Ich bin Jayk(20) und habe ein großes bear-magazine.com habe eine Freundin (25). Sind schon seit 1,5 Jahren Zsm und waren bis jz eigentlich Glübear-magazine.com Bett läuft es eigentlich Auch immer gut. Aber Gestern Abend ist was passiert das ich iwie. Nicht begreifen bear-magazine.com es war so Ich war bei Joana meiner bear-magazine.com Vater(52) (Mutter verstorben vor paar Monaten) war da. Also ich wollte bei Joana übernachten (was ich auch getan hab) Dann meinte sie zu mir aus den nichts das sie heute mit Freundinnen nen „Mädelsabend“ macht. Ich meinte natürlich Ok klar ich warte auf dich! Also es war dann so ca. Iwas mit 19 Uhr. Fernseher hat gelaufen,hab mich normal mit ihren Vater unterhalten (saßen auf der Couch). Irgendwann ist er näher zu mir aufgerückt (er hat mich berührt). Ich dachte so normal „ok“. Und irgendwann legte er den Arm um mich eigentlich wollte ich dann aufstehen aber es hat mir iwie. Gefallen also ließ ich es hab mir gedacht „ach egal is ja nur der Arm um mich“. Aber er kuschelte sich immer näher an mich. Ich wollte gehen aber es war wirklich so schöbear-magazine.com irgendwann fing er an meinen Rücken zu kratzen ich wollte immernoch gehen aber ich war so es war einfach so Geil wirklich!Das ich ihn gelassen hab. Iwann fragte er mich „Gefällst dir Junge“ Dann meinte ich (bereue es) „Ja und wie“ Dann hat er gestreichelt und steckte die Hand in meinen Po (hab mich geschämt hab davon ne Latte bekommen es war aber wirklich Geil) paar sek. Später machte er mir dann Hosenstall auf ich wusste wirklich nicht was ich tun soll bin eigentlich ja nicht schwul er auch nicht?(er legte sich dann auf mich) und küsste mich das war so schön!Und dann ja kann man sich schon denken hatten wir Sex mit allem drumherum! Aber er war so erfahren er wusste was man beim Sex will! Es war wirklich der beste Sex meines Lebens Also ja dann hatten wir schon ne ganze Weile Sex dann war schon so 22 Uhr und es ging so langsam zuende dann gingen wir beide in (verschiedene Betten) Pennen meine Freundin kam spät in der Nacht

Heißt das das ich schwul bin? Und soll ich es meiner Freundin erzählen?

Ähnliche fragen

Also ich bin 14 und ich hatte Sex mit meinem meiner besten bear-magazine.com fand es geil und allgemein mag ich die Oberkörper der jungs sehr gerne also bin ich schwul?

Ich habe am Wochenende bei meinem Kumpel geschlafen (seine eltern waren nicht da) als es 23:00 uhr war gingen wir ins bett. Wir mussten uns eins teilen. Als ich vom wc kam lag er nackt da. Er hat mir die Boxershorts runtergezogen und wir haben uns ins bett gelegt. Wir haben vieles ausprobiert beim sex ich fand das geil er kommt bald wieder und wir haben es wieder vor. Nun die FRAGE bin ich schwul sind beide 13

Mein Freund und ich als Freund halt nicht schwul haben uns darüber unterhalten. Er meinte,dass wenn zwei Männer Sex haben schwul sind. Ich meinte das die dann nicht schwul sind und einfach nur Spaß hatten Hat wer recht? Und wenn wer?

Ich m/14 hatte schon oft Sex mit meinem Cousin. Wir hatten alles durch ich fand es echt okay aber nicht der Sex meines Lebens. Ich fand es irgendwann nicht mehr so eklig einen Penis zu lutschen für mich war es normal aber nciht geil. Hab es irgendwann gelassen da mich Mädchen mehr interessierten. Hab es davor nochmal mit nem anderen Kumpel probiert und da fand ich es extrem eklig da sein Penis ziemlich groß war. Er meinte jetzt vor kurzem glaub du bist schwul. Seid dem mache ich mir große Gedanken.

Icg hab nie was für Jungs gefühlt. Seid dem dass ist (5 Wochen schon diese Gedanken) mastubiere ich manchmal auf die Erlebnisse obwohl sie nie so extrem geil waren. Ich würde auch immer eine Frau bevorzugen. Und bei gayporns komme ich auch irgendwie schneller… Aber ich will das alles nicht mehr vllt nochmal mit meinem Cousin aber sonst Nicht. Nennt man das bi corious? Weil ich will nichts von Männern ich fand nur den Sex mir meinem Cousin ganz ok solang ich keine Freundin hab.

ist das alles normal? Weil ich fühle mich zu Männern nicht hingezogen. Klar man vergleicht in der umkleide untenrum oder findet welche ganz hübsch aber alles nicht auf sexuelle Weise.

in der Schule gibt es ein Mädchen über mir was ich extrem geil finde. Ich hab immer das bedürfnis zu ihr zuschauen. Immer hab auch Fantasien mit ihr. Sowas hab ich mit Jungs nie das is nur mit Mädchen.

Ich war gestern bei meinem besten Freund und er hat sich den ganzen Tag recht komisch verhalten, Abends saßen wir auf seinem Bett und haben zusammen Netflix geguckt. Er hat irgendwann seinen Arm um mich gelegt und hat angefangen mich zu streicheln. Ich habe mich wohl dabei gefühlt, bin näher gerutscht und habe mich angekuschelt, irgendwann hat er mich auf die Wange geküsst. Ich überspring mal ein bisschen was, wir haben später in Unterwäsche rumgemacht und uns gegenseitig angefasst.

Es hat uns beiden gefallen und wir wollen es in den nächsten Tagen weiterführen.

Mein bester Freund ist schwul und ich hab jetzt irgendwie Angst, dass er in mich verliebt sein könnte oder so?.. (auch wenn ich mich nach der Sache vermutlich auch nicht mehr hetero nennen kann)

Wird das unsere Freundschaft schädigen, wenn wir tatsächlich mal Sex miteinander haben?

Ich bin m16 und habe ein Problem. Ich bin hetero und stehe somit also auf Frauen. Ich schau ganz normal wie jeder andere Junge auch „instinktiv“ Frauen nach undso.

Vor kurzem aber bin ich aus Neugierde auf eine gayporn Seite gegangen und merkte dass mich Schwulensex ziemlich „geil“ macht. Hauptsächlich aber nur der Gedanke dass ICH einem anderen Mann einen blase. Der Analsex macht mich nicht besonders an aber ich hätte nichts dagegen. Das komische ist, wenn ich zu einem gayporno masturbiere finde ich direkt nachdem ich gekommen den Porno „eklig“.

Das ist ja eigentlich kein Problem. Aber das Problem ist, dass ich einfach nicht schwul bin. Ich finde Männer vom Äußeren nicht attraktiv und schaue ihnen nicht nach. Ich hätte überhaupt kein Problem damit schwul zu sein und mich zu outen. Aber ich bin es einfach nicht. Ich stehe auf Frauen und war auch schon öfters verliebt. Ich bin nicht schwul, ich finde nur den Gedanken einem Mann einen zu blasen geil. Ich könnte mir nie vorstellen mit einem Mann zu kuscheln oder mich in einen zu verlieben.

Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass ich noch nie mit einem Mann eine sexuelle Begegnung hatte und dass ich Sex mit Frauen natürlich auch geil finde.

Was ist eure Meinung? Kann das in Zukunft gut gehen, weil ich sehr mal gerne eine Familie „aufbauen“ möchte mit Frau und Kind undso.

Sollte ich einfach mal mit einem Mann Sex haben? Und wie soll ich das anstellen? Ich kann doch nicht einfach auf der Straße zu einem Mann gehen und fragen ob er mit mir Sex haben möchte.

ich bin jetzt 15 Jahre und werde ständig für ein Mädchen gehalten.. ich habe ein relativ rundes Gesicht und sehr breite Hüften obwohl ich nicht wirklich dick bin :/ Gestern Abend war dann ein Freund bei mir und weil ich keine Matratze hatte haben wir zusammen im Bett gelegen. Irgendwann meinte er dann zu mir, dass ich aussehe wie ein Mädchen und hat dann meine Brust angefasst und gesagt, dass ich sogar kleine Brüste habe..

ich fand das in dem Moment irgendwie gut und dann hatten wir irgendwann Sex..

Mein Problem ist dass ich es schön fand, dass er meinte ich sei ein Mädchen und ich dann quasi auch so sex hatte..

ich finde aber auch Mädchen toll und weiß jetzt nicht ob ich schwul bin.. er meint er findet eigentlich auch nur Frauen gut :/

Hi, ich bin 13 m und ich frage mich halt ob ich schwul bin, oder nicht. also ich empfinde halt was für Mädchen, habe aber auch schon, als ich mal bei nem kunpel übernachtet habe, geblasen und anal sex gehabt und das fand ich auch ziemlich geil. Bin ich deshalb jz schwul? Danke für gute antworten

Bin schwul. Habe eine Freundin, ihr Vater macht mich geil! Ich will sie nicht betrügen, aber ich will ihn! Ich wett er steht auch auf mich.

Ich hab mich eig. immer für Mädchen interessiert und auch wenn ich heute ein Mädchen sehe und sie mir gefällt, möchte ich sie näher kennen lerne und mit ihr zusammenkomme.

Einfach Sex mit einer Frau kann ich mir nur selten vorstellen. Es gehört für mich eine Bindung beim Sex dazu, also wenn man die Person liebt z.B.

Nur hab ich heute auf Instagram einen durchtrainierten Männerrücken mit Tattoos gesehen. Ich finde solche Rücken sehen besser aus als normale Standartrücken und man hat auch den Po gesehen und er hat auch manchmal gewackelt.

Irgendwie hab ich den Po schön gefunden und hab mir vorgestellt Sex mit dem Typen zu haben (kA wieso). Irgendwie hab ich dann Bilder angesehen um sicher zu gehen ob ich nun schwul bin oder nicht und irgendwie find ich einen Penis von einem Mann „geil“.

Bin ich jetzt schwul? Kann sich die sexuelle Orientierung so schnell ändern?LG

Ich bin ver wird ich finde frauen geil aber transen auch schwulen sex ist eklig kann mir jemand helfen

es hat viel Überwindung gebraucht aber irgendwann muss ich darüber reden da ich einfach nicht mehr weiter weiß ._.

Jeder den ich kenne scheint kein Problem mit Sex zuhaben egal ob schwul oder hetero und lebt das so aus was bei mir nicht der Fall ist. Ich bin schwul und hatte auch schon einen Freund über mehrere Monate, nur kamen wir nie wirklich zum Sex obwohl er unbedingt wollte… ich hab immer davor gekniffen egal wie schön das „Vorspiel“ war wenn es dann richtung Sex ging war bei mir jede Lust vorbei und habe mir Ausreden gesucht warum ich heute nicht mag bis irgendwann die Beziehung daran zerbrochen ist. (Das ist jetzt über zwei Jahre her) seit dem bin ich single und zerbreche daran einen richtigen Freund und die Antwort darauf wieso ich keinen Sex haben möchte zu finden 🙁

Neulih war ich mit meiner besten Freundin was trinken. Wir unterhielten uns viel über meine und ihre Ex Beziehungen. Ich sagte ich hatte mal geträumt dass ich mit einem mann Sex hatte. Jetzt glaubt sie ich bin schwul. Wie kann ich sie überzeugen dass das nicht stimmt? Mein Vater sagte ich darf nicht schwul sein, sonst kriege ich kein Geld mehr von ihm. Ich studiere darstellendes Spiel und brauche das Geld von meinem Vater.

Iwie habe ich Angst bzw das Gefühl nahezu schwul zu sein. Obwohl ich nicht geil werde bei Pornos sonder fast kotze bzw ekel ich mich. Bei Frauen werde ich sofort geil. Ich weiß nicht wie ich loswerde. Ich weiß auch das ich nicht schwul bin. Aber was ist das?Ich bin frische 15

Lebensbericht von roland – eine wahre geschichte über scham und sehnsucht nach selbstfindung

Ich möchte mit Euch mein Leben teilen. Vielleicht finden sich einige Leserinnen und Leser wieder in dem was hier steht. Nach vielen Jahren voller Scham, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung stehe ich heute zusammen mit zahlreichen Freunden gefestigt und selbstbewusst als schwuler Christ da. Wenn es um die Veränderung meiner sexuellen Orientierung geht, kann ich hier keine vorher-nachher-Photos präsentieren, denn es hat nicht so funktioniert, wie man es mir versprach.

Ich bin der erste Sohn meiner Eltern. Ich wuchs in einem christlichen Elternhaus auf. Dafür bin ich Gott dankbar. Meine Eltern stammen beide aus äusserst prekären Familienverhältnissen und hatten keinen christlichen Hintergrund. Früh während meiner Kindheit erzählte mir meine Mutter ihre von Leid und Schmerz geprägte Kindheit und Jugend. Von meinem Vater weiss ich lediglich, dass er vaterlos aufwuchs und der Älteste von vier Kindern war. Nach Beendigung seiner Schulzeit fühlte er sich verpflichtet, Geld zu verdienen um die Not zu Hause zu lindern. Meine Eltern führten während mehr als zwei Jahrzehnten ein grosses Geschäft. Dieses Engagement forderte sie aufs Äusserste heraus und sie erlebten viele Niederlagen, Entbehrungen und Demütigungen.

Vier Jahre nach meiner Geburt kam mein Bruder zur Welt. Ich war seit meiner frühen Kindheit ein sehr feinfühliges Kind. Ich wuchs mit dem Gefühl auf ein gewolltes und geliebtes Kind zu sein. Schon im Kindergarten war mir jedoch bewusst, dass mit mir höchstwahrscheinlich irgendetwas nicht stimmte. Warum konnte man mich nicht einfach so annehmen wie ich war? Warum musste man mich immer verprügeln, plagen und hänseln? Diese Muster der Ablehnung zogen sich wie ein roter Faden während meiner ganzen Schulzeit hindurch und waren stets „treue Begleiter“. In der 8. oder 9. Klasse machte ich meine ersten sexuellen Erfahrungen mit einem Mitschüler. Wie es dazu kommen konnte, daran erinnere ich mich nicht mehr. Da wurde mir bewusst… eigentlich ziehen mich Jungs viel mehr an als Mädchen. Ich stand am Anfang meiner Pubertät und fühlte mich völlig orientierungslos.

Meine Mutter, selber ein Missbrauchsopfer, nahm all ihren Mut zusammen, schenkte mir ein kleines Buch und wir sprachen über das heisse Eisen der Sexualität. Rückblickend betrachtet erhielt ich höchstwahrscheinlich ein einseitiges und unvollkommenes Bild der Sexualität. Ich spürte: „Sex ist schlecht – notwendiges Übel“.

Kühle und distanzierte vaterbeziehung

Während meiner Kindheit erlebte ich die Ehe meiner Eltern als absolute Katastrophe. Sie war geprägt von viel Streit und von viel verbaler Gewalt seitens des Vaters gegenüber der Mutter. Rückblickend ist es für mich schwer nachvollziehbar, weshalb die Ehe meiner Eltern nicht einer Scheidung zum Opfer fiel. Reaktionen und Äusserungen meines Vaters waren stets unberechenbar. Über Jahre hinweg hatte ich Angst vor ihm. Früh stand für mich klar – heiraten werde ich nie und nimmer. Ich konnte als Kind nicht verstehen, weshalb mein Vater mit ihr so brutal umging, wo er doch ihre elende Kindheit kannte. 

Meine Pubertät und die schwierigen Lebensphasen gingen weiter. Konflikte mit meinem Vater nahmen an Intensität zu. Zweifelsfrei, mein Vater war mit mir und mit dem Rest der Familie um ein Vielfaches strenger als mit den Angestellten in seinem Betrieb. Er hatte von uns allen eine sehr hohe Leistungserwartung. Ich musste oft im Betrieb meines Vaters mithelfen aber vieles was ich anpackte, misslang. Lob und Anerkennung gab es nie. In diesen Konfliktsituationen war meine Mutter stets meine Kämpferin, die für mich Dinge zu Recht bog. Wenn der Vater etwas von mir wollte, schickte er die Mutter und wenn ich etwas vom Vater wollte, entsandte ich Mama. 

Oft dachte ich… so kann das nicht weitergehen. Der Gedanke, die Welt wäre freier und besser, wenn ich nicht existieren würde, wurde immer grösser. Ich zweifelte immer wieder an meiner Existenzberechtigung.

Mit 22 Jahren zog ich im Frieden von zu Hause aus. Ich richtete mir eine kleine gemütliche Wohnung ein und genoss die neu gewonnene Freiheit in vollen Zügen. Meine Homosexualität löste sich durch meinen Wegzug nicht etwa in Luft auf. Männer zogen mich immer stärker an. Nun war ich auf mich alleine gestellt. Ich schwankte hin und her zwischen Faszination und Abscheu für die „schwule Welt“. Doch ich stellte rasch fest, auch die gay community hat ihre Ecken und Kanten. Wem soll ich mich öffnen? Wem kann ich vertrauen? Wo finde ich kompetente Hilfe? Ein einziges Gebet und ein Einzelgespräch wird diese Sache nicht lösen.

Ist da ein licht am ende des tunnels…?

Ich lag eines Nachts schlaflos mit einer Grippe im Bett. Alle Glieder schmerzten, ich entschloss mich, aufzustehen und den Fernseher anzuschalten. Ich drückte an der Fernbedienung herum und blieb ich bei der nächtlichen Wiederholung der christlichen Sendung „Fenster zum Sonntag“ (ERF) hängen. Plötzlich hörte ich, wie ein junger schwuler Mann von seiner Homosexualität erzählte, wie er Hilfe fand und auch wie er seinen Weg aus der Sackgasse suchte. Das Fieber und meine Schmerzen standen auf einen Schlag nicht mehr im Vordergrund, ich sass mitten in der Nacht hellwach auf meinem Sofa. In einer Zeit ohne Internet und Email entschloss ich mich, dem ERF zu schreiben mit der Bitte, mein Schreiben diesem jungen Mann weiterzuleiten, was auch ohne weiteres gemacht wurde. Wenige Tage später lag seine Antwort in der Post. Er freute sich, dass sein Lebensbericht nicht umsonst gewesen war. Als ich seine Absenderadresse las, stellte ich verblüfft fest – er wohnte gerade mal 500 Meter Luftlinie von mir entfernt!

Meine Einladung zu einem Nachtessen nahm er gerne an. Er erzählte mir nochmals aus seinem Leben, von seinen Erfahrungen als homosexueller Mann und seinen Beziehungen mit Männern. Es war für mich ein ergreifender Abend. Er war der erste Mensch in meinem Leben, der in „mein Gärtchen“ hineinschauen durfte. Niemand kann sich meine Scham auch nur annähernd vorstellen. Er war es auch, der mir Adressen, Prospekte und sonstige Hilfsangebote mitbrachte. Meine ersten Schritte aus einer verzweifelten Anonymität heraus waren geschafft. 

Das Ausfüllen des umfangreichen Anmeldeformulars für das „Living  Waters (1)“-Seminar war eine Herausforderung der ganz besonderen Art. Unmittelbar vor dem ersten Seminartermin kochte die Scham förmlich in mir. Ich sass noch im Auto und sagte zu Gott: „Herr, falls ich hier auch nur  ein  Gesicht  irgendwie  identifizieren kann, verschwinde ich und lasse mich nie wieder blicken!“ Ich kannte niemanden. Ich verspürte rasch, hier bei „Living Waters“ kannst du mal so sein wie du bist. Offensichtlich gab es genug Männer wie mich, um ganze Seminare zu füllen. Das Gefühl in einer ausweglosen Situation nicht alleine zu sein, ist befreiend.

1998/1999 besuchte ich den ersten „Living Waters“-Kurs. Ich war voller Glauben, voller Hoffnung und hoch motiviert. Die Kurs-Informationen und die Worte der Verantwortlichen klangen äusserst verheissungsvoll und ich war bereit den hintersten Winkel meines Lebens auszuleuchten und zu hinterfragen. Ich war der festen Überzeugung, hier handelt es sich um ein gut funktionierendes Instrument und es ist eine Frage der Zeit, dann wird sich meine sexuelle Orientierung verändern wie das langsame Drehen eines Lichtschalters. Ich bin Gott nach wie vor sehr dankbar, dass ich diese „innere Entwicklungsarbeit“ an mir machen konnte. Es war nicht immer einfach, aber ich bin all den Menschen, die mit mir ein Stück dieses Weges gegangen sind, sehr dankbar.

Schaff ich ein 2. coming out…?

Ich habe mit Unterbrüchen insgesamt dreimal „Living Waters“ besucht, wobei jeder Kurs ca. 8 Monate dauerte. Gegen Ende des 3. Kurses war ich jedoch verzweifelt. Auf der einen Seite habe ich vieles gelernt und verstanden, aber auf der anderen Seite ist dieser ernorme Wunsch und die grosse Hoffnung, dass sich meine sexuelle Orientierung verändert, nicht in Erfüllung gegangen. Diese Tatsache stürzte mich in die grösste und tiefste Glaubenskrise meines Lebens. Ich fing an, an Gott und an mir zu zweifeln. Ich war der festen Überzeugung, bei anderen Teilnehmer wird dieser Kurs unmittelbar die erwünschten Ergebnisse bringen. Warum schlägt diese „Reparativtherapie“ bei mir nicht an? Später, an einem Männerabend nahm ich all meinen Mut zusammen und versuchte diese Tatsache in Worte zu fassen. Es war für mich so etwas wie ein zweites Coming out. Die Anwesenden nahmen meine Äusserungen mit viel Verständnis und Liebe auf.

Wie weiter…?

Eines Tages erzählt mir ein guter Freund mit viel Begeisterung von einer Gruppe von homosexuellen Christen, die er kennen gelernt hat. Diese Menschen sind ihm mehr und mehr ans Herz gewachsen. Immer wieder hörte ich von seinen Begegnungen mit schwulen Christen des „Zwischenraum“. Viel verlieren konnte ich nicht – also entschloss ich mich diese Menschen persönlich kennen zu lernen. Dieser Sonntagnachmittag wird für mich unvergesslich bleiben. Eine neue Welt öffnete sich, eine neue Vielfalt von Menschen mit Lebensgeschichten, die ihresgleichen suchten. Viel Nachdenkliches und trauriges mischt sich in diese Leben hinein, dort wo Betroffene wegen ihrer Homosexualität aus ihren Gemeinden rausgeschmissen wurden. Hier kommt mir spontan ein Wort von Sheila Walsh (UK Sängerin) in den Sinn:

Geliebt bist Du dort, wo Du sein kannst, wie Du bist!

Zum nachdenken…

Sexualforscher und die Wissenschaft sind sich über die wahren Gründe der Entstehung von Homosexualität noch völlig unschlüssig. Evangelikale Christen, die evangelikale Seelsorge und die gesamte Ex-Gay-Theorie buchen sämtliche negative Anhaltspunkte aus der Kindheit auf das Konto der Homosexualität. Eine überbeschützende Mutter und ein distanzierter Vater – so lässt sich ganz grob die Ex-Gay-Theorie zusammenfassen. Eine bestimmte Rechnung geht für mich heute jedoch nicht mehr auf: Wenn prekäre familiäre Situationen dermassen entscheidend für die Entstehung von Homosexualität sind, müssen dann nicht viel mehr Menschen homosexuell sein, als nur die etwa 3% bis 10% der Bevölkerung, die immer wieder in Statistiken angegeben werden?

Missbräuche oder Übergriffe Dritter im Leben eines Menschen müssen nicht immer und ausschliesslich sexueller Natur sein und sie müssen auch nicht zwangsläufig in die Homosexualität führen. Auch in meinem Leben sind Missbräuche geschehen, nicht sexueller Natur, und nach meinem Erkenntnisstand heute besteht ein Unterschied zwischen der Tatsache, homosexuell zu empfinden und missbraucht zu werden. Diese Erkenntnis ermöglicht es mir, mich selbst unter einem differenzierten Aspekt zu betrachten. Ich habe gelernt meine Homosexualität als Teil von mir zu akzeptieren und sehe darin heute auch eine Art Aufgabe, Christen gerade dort in ihrem fundamentalistischen und konservativen Denken abzuholen. Ich bin weder Theologe noch ein Mensch, der seinem Gegenüber Bibelworte an den Kopf wirft. Im Vordergrund steht für mich der Austausch auf Herzensebene. Mein Leben soll reden und meine Mitchristen herausfordern, Ihre Haltung zu überdenken.

(1) Desert Stream Ministries (Living Waters) ist eine US-amerikanische Organisation, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, Homosexuelle aus ihrer sexuellen Veranlagung heraus in die Heterosexualität zu führen, und ist der Ex-Gay-Bewegung zuzurechnen. (Quelle: Wikipedia).

Im kanton bern greift ein vater seinen sohn mit einem messer lebensbedrohlich an. dieser überlebt nur mit grossem glück.

«Du bist schwul? Du bist schwul?» Mit diesen Worten schreit der Vater am frühen Morgen seinen Sohn an und hält ihm ein Messer unters Gesicht. Danach schneidet er dem 17-Jährigen den Hals auf. Der Junge wehrt sich mit aller Kraft gegen seinen Vater und ergreift schliesslich über den Balkon die Flucht. Nachbarn verständigen die Rettungskräfte, die ihn schliesslich schwer verletzt ins Berner Inselspital fliegen.

Die brutale Tat liegt sechs Monate zurück. Der Jugendliche, der lediglich mit dem Initial M bezeichnet wird, schildert gegenüber 20 Minuten den Vorfall: «Die Halsschlagader hatte er zum Glück knapp verfehlt, die Luftröhre wurde jedoch arg verletzt. Ich musste ins künstliche Koma verlegt werden.»

Seine Eltern – gläubige Moslems – stammen aus dem Irak und wohnen mit der Familie in einem ländlichen Gebiet des Kantons Bern. M habe seine Homosexualität stets zu verstecken versucht. Wie sein Vater trotzdem dahinterkam und weshalb dieser gerade an jenem Morgen auf ihn los ging, weiss M nicht.

20 Minuten zufolge wurde der Vater von den Behörden festgenommen. «Meine Mutter schämt sich dafür, was geschehen ist», sagt M. Physisch hat er sich weitgehend vom Angriff erholt. Sein Hals, Rücken sowie seine Brust und Arme sind jedoch von hässlichen Narben gezeichnet. «Ich sehe sie im Spiegel oder wenn ich Selfies und Snaps mache. Sie werden mich für den Rest meines Lebens begleiten.»

Die Narben sind für M jedoch kein Grund, sich zu verstecken. In den sozialen Medien teilt er Geschichte und seine Fotos, um anderen LGBTIQ-Menschen mit Migrationshintergrund Mut zu machen. Es sei wichtig, sich nicht von der eigenen Familie unterdrücken zu lassen. «Wir haben 2019 und mein Vater wollte mich töten, weil ich auf Männer stehe. Ich kann das einfach nicht akzeptieren», sagt er gegenüber 20 Minuten.

Den Hass spürt M jedoch auch heute noch. «Manche sagten, ich sei krank, weil ich homo sei, oder ‹du bist schwul, du hast das verdient›». Homophobe Reaktionen halten ihn jedoch nicht davon ab, sein neues Leben zu führen. Heute lebt M alleine, an einem anderen Ort im Kanton Bern, und lässt sich professionell betreuen, um seine Vergangenheit zu bewältigen. «Ich bin jetzt ein freierer Mensch als vor dem Zwischenfall.»

Das Hassverbrechen ist ein weiteres in einer Serie von Gewalt gegen schwule Männer und junge Erwachsene in der Schweiz. In Zürich schlugen Unbekannte im September auf Davide Gerundo und seine Begleitung ein. Nach der Zurich Pride im Juni wurde ein Paar auf dem Nachhauseweg von jungen Erwachsenen angegriffen (MANNSCHAFT berichtete).

Am 9. Februar 2020 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Erweiterung des Diskriminierungsschutzes auf Schwule, Lesben und Bisexuelle ab.

Pascal pajic wuchs in einem homophoben umfeld auf, sein outing mit 19 wurde zum drama. mittlerweile hat seine familie das coming-out verdaut und akzeptiert pascal so, wie er ist. im zurich pride podcast sprach er über seine erfahrungen als schwuler sohn von «jugo»-eltern.

Pascal Pajics Eltern kamen in den 80er-Jahren aus dem damaligen Jugoslawien als Gastarbeitende in die Schweiz. «Als in ihrer Heimat der Krieg ausbrach, konnten sie nicht mehr wie geplant zurückehren und sind geblieben», erzählt der 27-Jährige im Podcast der Zürcher Pride.

«Hetero-Schauspieler»Seine Eltern haben Homosexualität verurteilt – und so haben sie auch Pascal und seinen Bruder erzogen. Auch sein übriges Umfeld in Chur, wo er aufwuchs, war homophob. Seine Freunde sagten, sie würden einen schwulen Sohn umbringen. So wurde Pascal zum perfekten «Hetero-Schauspieler»: Er sprach absichtlich mit tieferer Stimme und knutschte vor seinen Kumpels mit Mädchen rum – obwohl er schon mit 12 wusste, dass er schwul war.

Während dieser Zeit verabredete sich Pascal heimlich mit anderen Männern für Sex in dunklen Parks. Mit 17 begann er seine Laufbahn bei der JUSO, wo er verblüfft feststellte, dass mit Homosexualität auch ganz selbstverständlich umgegangen werden kann. «Es war damals der einzige Ort für mich, wo man meine Probleme nicht nur gesehen hat, sondern sich hinter mich stellte und für meine Rechte kämpfte.»

Dramatisches Coming-outBis zu seinem – nur halbwegs freiwilligen – Coming-out dauerte es jedoch noch zwei Jahre. Sein Bruder sah damals, dass Pascal auf Facebook ein Bild eines Jungen gelikt hatte und stellte ihn prompt zur Rede. Ob er schwul sei, wollte er wissen. Pascal bejahte. Der Bruder ging damit sofort zu den Eltern und es kam zu dramatischen Szenen.

«Mein Papa war geschockt und weinte. Meine Mama wollte wissen, was sie falsch gemacht hatte.» Pascals Vater dachte sogar, Pascal wäre schwul geworden, weil er von einem Mann vergewaltigt worden wäre.

Jugendtreff gegründetNach und nach beruhigte sich die Situation. Sein Bruder hätte ihn nicht verurteilt, sondern Fragen gestellt, was er ihm hoch anrechne. «Schwul zu sein ist in einer patriarchalen Gesellschaft so schlimm, dass man sich als Hetero nicht mal damit befassen darf und deshalb nichts darüber weiss. Es hat viel Zeit und Tränen gebraucht, bis mich alle verstanden haben.»

Pascal Pajic engagierte sich weiter bei der JUSO Graubünden und gründete ausserdem die queere Gruppe «whatever». Der Bündner Jugendtreff unterstützt bei Problemen und bietet einen geschützten Raum, ohne Vorurteile oder Ausgrenzung.

Ob schwul, lesbisch, bi, trans-, inter- oder asexuell; die Sexualität sei etwas Komplexes, sagte Pascal in einem Interview mit der Südostschweiz. Man könne sie nicht mit einfachen Worten definieren. Sie sei eben queer. «Und deshalb ist es wichtig, dass wir uns zusammentun, auch um gegen aussen zu kommunizieren.»

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